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Jerusalem – Stadt des Friedens

Vortrag

Wir wollen uns heute mit Jerusalem beschäftigen, mit deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es ist eine Stadt mit uralter Vergangenheit und großer Zukunft, im Sinne der Apokalypse. Jerusalem heißt übersetzt: Stadt des Friedens.

Sie ist die Schicksalsstadt für drei Religionen und die drittwichtigste für die muslimische Welt. In der Apokalypse wird Jerusalem zum Urbild der Stadt. Für die Juden ist sie der Mittelpunkt der Erde. Heißt es doch in den jüdischen Sagen:

„Das Land Israel liegt im Herzen der Welt, Jerusalem liegt im Herzen des Landes, der Tempel liegt im Herzen Jerusalems und der Schrein des Bundes ist inmitten des Tempels. Neben der Lade aber ist der Grundstein der Welt.“

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Die Medizin muss noch ganz anders werden – Walter Holtzapfel

Über die Themen der Medizin, über Krankheit, Gesundheit, Heilung und Tod aus eigenem Erleben etwas auszusagen, waren wenige so berufen wie Novalis.

Krankheit und Tod haben in seinem Leben und in dem der mit ihm verbundenen Menschen eine außergewöhnliche Rolle gespielt und immer wieder zu entscheidenden Wendungen geführt. Nicht nur er selber, sondern auch seine zehn Geschwister sind früh gestorben. Nur ein einziges dieser Kinder überlebte seine Mutter.

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Was stärkt die Lebenskräfte, was schwächt sie?

Die Frage nach der Stärkung oder Schwächung der Lebenskräfte ist eine Systemfrage. Und die ist in jeder Hinsicht aktuell. Immer mehr Menschen kennen die Erschöpfungszustände in verschiedenen Formen. Und selbst wer nicht den totalen Kräfte Zusammenbruch erlebt hat, kennt vielleicht doch die Grenzerlebnisse seines Kräftezustandes. Die Frage nach der Stärkung oder Schwächung der Kräfte ist gar nicht so einfach zu beantworten, da die Lebenskräfte nicht sichtbar, greifbar sind. Meistens versteht man in der Medizin unter der Vitalität sichtbare immunologische Erscheinungen. Man spricht von dem Immunsystem, das aber äußerlich verstanden wird. Und es wird meistens verstanden als ein Abwehrsystem, weniger als ein integrierende System.

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Silvesterpredigt 2023

Wieder haben wir Gelegenheit anzuhalten im Strom der Zeit, bevor wir in das neue Jahr hinüber wandern. Aber ist nicht das neue Jahr, das nach Mitternacht beginnt, nur eine menschliche Abmachung, und der Strom der Zeit fließt einfach weiter? Und tatsächlich gehen die Termine und Verabredungen und viele Gewohnheiten einfach mit uns mit ins neue Jahr. Woher kommt die Veränderung, die Wandlung, das Neue? Der Strom der Zeit fließt in der Horizontalen. An uns liegt es nicht mit zu schwimmen, sondern die Senkrechte, gegenwärtige Beziehung nach oben zu schaffen. Wir fügen der Waagerechten die Richtung zum Himmel hinzu; den Lichtstrom, der von oben nach unten und von unten nach oben geht.

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Adventspredigt 2023

Advent, das ist die Zeit der Erwartung. Als wir Kinder waren, war es noch die schöne, geheimnisvolle Zeit freudiger, hoffnungsvoller Erwartung. Da gab es den Adventskalender, und jeden Tag ging ein neues Fenster auf und man wurde neu beschenkt. Wie aber ist die Adventszeit für den Erwachsenen heute? Erwarten wir noch etwas für die Zukunft? Erwarten wir etwas Besonderes freudig, hoffend, ahnend? Welches ist meine tiefste Sehnsucht?

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Fichtes Reden an die Deutsche Nation – Hat Mitteleuropa noch eine Aufgabe?

Im Winter 1807/8 hatte Napoleon Deutschland besetzt. Mitten in Berlin am Sonntagnachmittag versammelte sich regelmäßig eine verhältnismäßig kleine Schar von Zuhörern in der Akademie, um den mutigen Geisteshelden Johann Gottlieb Fichte zu erleben in seinen 14 Vorträgen der „Reden an die deutsche Nation“. Unter den Zuhörern sind sicher auch Spitzel, auf den Straßen patrouillieren die französischen Soldaten, viele Menschen wurden verhaftet. Aber Fichte schützte sein unerhörter Mut. Er redete vor einer Anzahl von Menschen, aber durch sie zum ganzen Volk. Fichte wollte nie schön-geistige Vorträge halten, die nur ein feingeistiger Zeitvertreib für höhere Bildungsschichten wären, sondern er wollte auf den Willen und das Gemüt einwirken. Er wollte die Menschen verändern, erheben, begeistern zur Tat. Schon damals konstatierte er, dass nur wenige Menschen fähig seien, sich zu Idealen zu erheben und sich zu bemühen danach zu handeln. Über die anderen, die dieser Fähigkeit ermangeln sagte er gnädig: „Über jene wolle die gütige Natur walten, und ihnen zur rechten Zeit Regen und Sonnenschein, zuträgliche Nahrung und ungestörten Umlauf der Säfte, und dabei-kluge Gedanken verleihen!“ Weiterlesen

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