Vortrag Friedrich Affeldt
Vortrag Friedrich Affeldt
Vorträge, Aufsätze, Zitate – Zusammenstellung Friedrich Affeldt
Ansprache zu Pfingsten – Friedrich Affeldt
Jetzt stehen wir wieder an der Grenze zu einem neuen Jahr. Eine Pause, ein Zwischenraum der Besinnung, vielleicht so, wie es Herbert Hahn als eine Aussage oder Steiners überlieferte:
„Die heiligen zwölf Nächte sind entscheidend für das Leben und Schicksal des ganzen kommenden Jahres. Zu ihnen kann ein guter Keim unseres Wollens gelegt werden. Besonders entscheidend ist, was wir uns in der Silvesternacht vornehmen. In der Silvesternacht gibt der Volksgeist uns für einige Augenblicke frei. Was wir dann denken, wird von den höchsten Hierarchien ergriffen— und es trägt die Kraft der Verwirklichung in sich.“
Leben und Werk
Ich möchte heute mit einem Zitat von Viktor Frankl beginnen, dass zu dem Zentralen seiner Lebenseinstellung und seiner therapeutischen Idee gehört und in seinem Erlebnisbericht zum Konzentrationslageraufenthalt steht:
„Was hier nottut, ist eine Wendung in der ganzen Fragestellung nach dem Sinn des Lebens: Wir müssen lernen und die verzweifelnden Menschen lehren, dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet! Zünftig philosophisch gesprochen könnte man sagen, dass es hier also um eine Art kopernikanische Wende geht, so zwar, dass wir nicht mehr einfach nach dem Sinn des Lebens fragen, sondern dass wir uns selbst als die Befragten erleben, als diejenigen, an die das Leben täglich und stündlich Fragen stellt – Fragen, die wir zu beantworten haben, indem wir nicht durch ein Grübeln oder Reden, sondern nur durch ein Handeln, ein richtiges Verhalten, die rechte Antwort geben. Leben heißt letztlich eben nichts anderes als: Verantwortung tragen für die rechte Beantwortung der Lebensfragen, für die Erfüllung der Aufgaben, die jedem Einzelnen das Leben stellt, für die Erfüllung der Forderung der Stunde.“ (Aus dem Buch: Trotzdem Ja zum Leben sagen) Weiterlesen
„Habt ihr den goldenen Flügel des Genius je rauschen gehört, – nicht dessen, der zu Gesängen, sondern dessen, der zu Taten begeistert? Habt ihr je ein kräftiges: » Ich will!« eurer Seele zugeherrscht und das Resultat desselben trotz aller sinnlichen Reizungen, trotz aller Hindernisse nach jahrelangem Kampfe hingestellt und gesagt: » Hier ist es!«? Fühlt ihr euch fähig, dem Despoten ins Angesicht zu sagen: »Töten kannst du mich, aber nicht meinen Entschluss ändern!«? Habt ihr? – könnet ihr das nicht, so weichet von dieser Stätte, sie ist für euch heilig.“
Geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Hinweise von verschiedenen Autoren
Zusammenstellung Friedrich Affeldt
Ein neu veröffentlichter Vortrag von Rudolf Steiner, in dem er radikal zu dem Kulturzerfall Stellung nimmt. Gehalten am 27.6.1919.